PRESSEMITTEILUNG
"Wenn schon mehr Rechte für Väter, dann bitte auch mehr Pflichten":
Landesfrauenbeauftragte kritisiert Reform des Sorgerechts
zur Pressemitteilung >>
Offener Brief der Bundessprecherinnen an die Bundeskanzlerin
zur Versetzung in den einstweiligen Ruhestand
von Frau Welskop-Deffaa
zum Brief >>
Pressemitteilung
Pressekonferenz des Müttergenesungswerkes:
Mütter heute öfter erschöpft und krank
zum Brief >>
Ein Gebot der Stunde: Deutschlands Wirtschaft braucht die Frauen!
"Im Schneckentempo voran!? Mehr Tempo bei der Frauenquote!"
So das Fazit der LAG der kommunalen
Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Saarlandes zu den geplanten Maßnahmen der Bundesregierung,
den Frauenanteil in Führungspositionen in Unternehmen zu erhöhen.
Alle freiwilligen Versprechen, die die deutsche Wirtschaft bisher zu Frauenförderung und Gleichstellung gemacht haben,
so die kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, wurden nicht erfüllt. Von gesetzlichen Regelungen und Vereinbarungen
für Beschäftigte beim Bund, Land und den Kommunen, bspw. flexible Arbeitszeitmodelle, Führung in Teilzeit u. a. können
Beschäftigte in Unternehmen oft nur träumen.
Genauso unverbindlich sind die Selbstverpflichtungen der Wirtschaft zu werten,
den Frauenanteil bei Führungspositionen zu erhöhen. Gerade weil die obersten Führungsetagen, Vorstand und Aufsichtsräte davon
ausgeschlossen sind und kaum Konsequenzen bei Nichterfüllung drohen, zweifeln die Gleichstellungsbeauftragten an der Wirksamkeit
der "Flexi-Quote".
Sie fordern, verbindliche Frauenquoten in allen Führungsebenen gesetzlich festzulegen. Norwegen hat beispielhaft gezeigt, dass
ein solcher Weg gangbar und erfolgreich ist. Warum weitere Jahre und vielleicht Jahrzehnte vergeuden, wenn eine hervorragend
ausgebildete Frauengeneration bereit ist, hier Verantwortung zu übernehmen?"
Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten fordern an dieser Stelle Kanzlerin Angela Merkel auf, eindeutig und klar Stellung
zu beziehen und endlich mit einer gesetzlich vorgeschriebenen Frauenquote das Gleichberechtigungsgebot der Verfassung umzusetzen.
Sprecherinnen der Landesarbeitsgemeinschaft:
Petra Messinger, Eva Mittermüller, Bernadette Schroeteler, Ursula Weiland